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den 1970er Jahren aus studentischem Ulk entstanden, hat sich das Ensemble längst
in die vordersten Reihen der Salonensembles gespielt. 1994 wurde es gar für
seine Dienste um die Musik des rumänischen Geigenvirtuosen und Salonmusikers
Georges Boulangers mit dem Grand Prix du Disque der Académie Charles Cros
ausgezeichnet, Prima Carezza hat von verschiedenen Seiten, unter anderem auch
von Boulangers Erben, Notenmaterial erhalten, häufig nur Klavier- und
Geigenstimmen, und diese in intensiver Beschäftigung und klingender
Auseinandersetzung zu neuem Leben erweckt. Natürlich
hat sich seit der Gründung an den Pulten des siebenköpfigen Ensembles einiges
geändert. Geblieben sind die abenteuerlichen Phantasienamen, hinter denen sich
heute fünf Berufsmusiker und zwei hochbegabte Amateure - der Pianist und der
Primas mit falschem Schnauz und echter Boulanger-Violine - verbergen. Vielleicht
ist es just diese Kombination aus genuinem Musikantentum und professionellem
Perfektionismus, die dem Ensemble die unverwechselbare Spontaneität des Klangs,
die vibrierende Emotionalität und die seiltänzerischer Bravour verleiht;
mithin jene Mischung, die den kaum mit Worten zu beschreibenden Zauber guter
Salonmusik ausmacht: von der Patina der Zeit gezeichnete Kleinodien, die
Flittergold und Flohmarkt in einer perfekt reinen Synthese vereinen. |
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Neftel
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